Der Beruf mit den besseren Aussichten

Der Beruf mit den besseren Aussichten
Der Holzbau ist DIE Erfolgsstory am Bau: 4 von 10 Häusern in Österreich werden ganz oder teilweise in Holzbauweise errichtet. Ein Anteil der Jahr für Jahr weiter wächst. Was damit mitwächst: Die Aufgaben und die Bedeutung der Zimmerer.

Was ein Zimmerer macht

Dachstühle, Innenausbau und mehr  Dachstühle, Balkone und der Innenausbau mit Holzelementen sind die klassische Domäne der Zimmerer. Die realisieren sie heute wie eh und je: mit traditionellem Wissen und mit modernen Werkzeugen und Arbeitsprozessen.

Ganze Häuser   Der „geniale Werkstoff“ Holz liegt im Trend – und damit Bauwerke aus Holz wie Block- und Fertighäuser, Carports, Lagerhallen oder Nebengebäude. Zimmerer planen und errichten sie vom Fundament bis zum Dachfirst.

Sanierung und thermische Optimierung   Wohnen oder Arbeiten in Holzhäusern ist nicht nur schöner, sondern auch gesünder. Für die Bewohner/innen wie für die Umwelt: Zimmerer von Heute sind Experten in der Wärme- und Schalldämmung von Dachböden bzw. Holzhäusern. Sie wenden dafür naturnahe und naturverträgliche Dämmtechniken an.

Ingenieurholzbau   Auch beim Bau von Brücken, Türmen oder Verschalungen werden die einzigartigen Vorteile von Holz immer mehr genutzt. Und damit die Planungs- und Bauleistungen der Zimmerer.

Was ein Zimmerer kann

Ein Holz-Experte   Jeder Zimmerer ist ein Experte für die praktische Anwendung und die Pflege des Baustoffes Holz.

Alles nach Plan   Zimmerer übersetzen Baupläne in exakte Bauergebnisse. Sie ermitteln verlässlich den Materialbedarf. Sie schneiden alle benötigten Holzteile zurecht und verbinden sie durch Nageln oder Zapfenverbindungen. Für eine exakte Planung auch komplexer Dachstühle werden diese am Computer – oder traditionell „händisch“ am Schnürboden – abgebunden.

Zur Stelle auf der Baustelle   Die Zimmerer bereiten die Baustellen vor und errichten das Bauwerk bzw. den Dachstuhl vor Ort.

Womit ein Zimmerer arbeitet

Holz. Aber nicht nur.  Neben dem Baustoff Holz haben Zimmerer auch den Umgang mit Gipskartonplatten, mit Dämm- und Isolierplatten und anderen ergänzenden Baustoffen gelernt.

Manuell und Maschinell   Neben dem althergebrachten Handwerkzeug arbeiten Zimmerer heute mit mit modernen Holzbearbeitungsmaschinen wie Kreissägen, Hobelmaschinen, Bandsägen, Bohr-, Schraub-, Schleif- oder Fräsmaschinen. Bei der Montage schwerer Einzelteile kommen Kräne oder Seilzüge zum Einsatz.

Wo ein Zimmerer arbeitet

Im Team   Hauptsächlich in Klein- und Mittelbetrieben mit eingespielten Teams. In Österreich gibt es etwa 800 Zimmerei-Betriebe.

Oben draußen. Auf der Baustelle arbeiten Zimmerer meist ganz oben: Auf dem Dach, am Dachboden. Leitern, Gerüste und Dachkonstruktionen bilden ihre gewohnte Umgebung.

Unten drinnen. Während der Vorfabrikation arbeitet der Zimmer in der Halle: Dort werden beispielsweise Dachstühle „abgebunden“. Das heißt: Typischerweise mit Computer-Unterstützung reißt der Zimmerer die Bauteile maßgerecht an, bearbeitet sie, passt sie zusammen und kennzeichnet Schnitt- und Rundholz für Tragwerke, Bauteile und Einbauteile.

Mit wem ein Zimmerer arbeitet

Teamtypen   Zimmer sind Teamtypen. Sie arbeiten nicht nur Hand in Hand mit ihrer eigenen „Partie“. Sie koordinieren sich auf der Baustelle auch mit Bautischlern, Dachdeckern, Maurern und anderen Bau-Gewerken.

Was es heißt, Zimmer zu sein

Zimmer zu sein, heißt im Trend zu sein: Der Holzbau-Markt wächst in Österreich seit Jahren ungebrochen. Etwa ein Drittel der Wertschöpfung in der gesamten Holzverarbeitung – das sind rund 300 Millionen Euro – wird mittlerweile von Zimmerern geleistet.

Kaum eine Berufsgruppe verbindet neue Technologien und wirtschaftlichen Erfolg so konsequent mit alten Traditionen wie die Zimmerer. Zimmer zu sein heißt auch, einem uralten Gewerk mit soliden Werten anzugehören. Ein Teil davon ist auch die traditionelle Zimmerertracht und das Zusammenkommen bei den jährlichen Josefi-Tagen im März.

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